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Gipfel 83 im Himmelreich

Erkundung der Böhmischen Schweiz

Viele trinken am Herrentag einen über den Durst, aber nicht die Ironbackbones.  Wir haben an diesem Wochenende das Klettergebiet in Tschechien erkundet.

Nando und Nico fuhren schon 2 Tage vorher, um eine kleine Fotosession in Bastei-Nähe durchzuführen. David und meine Wenigkeit reisten erst am Freitagnacht an, da wir noch arbeiten mussten, das war für uns aber kein Problem. Wir trafen uns in der Hütte der EBM's. Nach zweistündiger Anfahrt kamen wir um 0:30 Uhr auf der Hütte an und wurden von einem leicht verschlafenen Nando und einem hellwachem Ulf empfangen. Nach kurzem Gespräch über den anstehenden Kletterausflug über die Grenze ins Himmelreich gingen wir auch schon schlafen, damit wir   ausgeruht starten konnten. Am nächsten Morgen wurden wir von weiteren Hüttenbewohnern beim Frühstück sehr herzlich empfangen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg und waren nach ca. 45min am Ziel, am Campingplatz in Ostrov. 20min später standen wir vor unserem ersten Felsen. Gipfel 83 dem Pförtnerhaus, der uns lange in Erinnerung bleiben sollte. An diesem Gipfel machten wir den Talkamin III und die N-Wand VIIb. Wer von euch mehr über Gipfel 83 erfahren möchte, der kann gerne versuchen uns die Geschichte in einer ruhigen Minute zu entlocken. Ostrov Kamin RobertWeiter ging es mit dem Kandidaten, hier machten wir den AW II und David schlich wieder mit dem Kletterführer in der Hand um den Fels, um eine geeignete Route für sich in einem etwas höheren Schwierigkeitsgrat zu finden. Er    fand es sie dann auch, aber dieses Mal war es nur ein läppischer grat, das waren wir gar nicht von ihm gewöhnt. Nach mittlerweile 2 Stunden glühender Hitze und 2 Gipfeln  machten wir eine kleine Pause, um dann wieder mit aufgefüllten Akkus weiter zum nächsten  Felsen, der sich Witwe Bolte nannte, zu kommen  und ich stieg den AW II vor. An diesem Gipfel war es so, dass mitten im Weg ein loser Ostrov Robert StandplatzBrocken lag. Hier möchte ich noch einmal erwähnen, wie wichtig 100% Aufmerksamkeit beim Sichern sind und dass mitunter bedingungsloses Vertrauen zwischen Sicherndem und Vorsteiger vorhanden sein muss. Als ich auf den losen Brocken stieg, rief mir Nando sofort zu, dass er die Vibration gespürt hat und er positionierte   sich sofort so, dass  er mich sehen konnte und wollte gleich wissen, was da oben bei mir passiert. Nach dem wir alle, bis auf David, der natürlich wieder etwas Herausforderung suchte, den AW bezwangen, wurde er fündig und stieg den Weg über den Graben nach, der mit VI bewertet wurde. Als wir alle oben ankamen, hat Nando noch eine kleine Fotosession gemacht. 20min später standen wir schon vor einem weiteren Felsen, der Fibel genannt wird. Dort bestiegen wir den inneren Kamin, der in mitten der Südseite lag und in dem wir förmlich gebraten wurden. An diesem Weg stellten wir fest, dass es Leute gibt, die nicht so großen Wert auf Sicherheit legen wie wir. Wir hatten einen Platz in der ersten Reihe. Die Bewertung für den Inneren Kamin ist mit II sehr gering, ich persönlich würde ihn mit III wenn nicht sogar im oberen Teil mit IV bewerten. Mittlerweile hatten wir es schon 17.00 Uhr und einen Gipfel hatten wir noch im Visier. Wir seilten uns direkt in einer Scharte zwischen Fibel und Narr ab.Ostrov Mueckenturm Robert Nico Und machten im Anschluss sofort den AW II, dort halfen wir noch einem 13 jährigem Jungen sich sicher abzuseilen. Durch unser vorrausschauendes Handeln haben wir Schlimmeres verhindert. Nach diesem abenteuerlichen Ausflug ins Himmelreich gab es auf der Hütte noch meine obligatorische Nudelsoße, nach der sich alle immer die Finger lecken. Wir saßen dann noch gemütlich zusammen und redeten  über unseren erfolgreichen Tag. Am Sonntag fuhren wir noch einmal zum Gamrig und versuchten noch die Gamrig Scheibe. Nach dem wir den AW II gemacht hatten waren wir schon sehr erschöpft. Weil der Tag davor uns sehr gefordert hatte,  beschlossen wir, den Heimweg anzutreten. Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen! Solltet ihr Fragen haben oder Einzelheiten wissen wollen, sprecht uns einfach jederzeit darauf an.

Wir danken den EBM`s das wir die Hütte nutzen durften!!

Euer Robert 

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