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Das Jahr 2018 hat begonnen und wie versprochen, erzähle ich euch von unserer Tour zur Häntzschelstiege. An einem recht milden Samstagmorgen im Januar 2018,  machten wir uns mit 13 Mitgliedern auf den Weg ins Elbsandsteingebirge nach Bad Schandau, zum Beutenfall.

Aufgrund der starken Nachfrage fuhren wir mit vier Autos um 6 Uhr morgens los. Gegen 9 Uhr waren wir am Parkplatz angekommen und bereiteten unsere Ausrüstung vor.
Ein Gruppenbild durfte natürlich auch nicht fehlen. Nando probierte sein neues Equipment aus, um was es sich da handelt werdet ihr beim nächsten Training erfahren.
Wir wanderten los und machten uns auf den Weg zum Bloßstock, unter der Führung von Niclas. Am Fuße dieses atemberaubenden Gipfels zogen wir uns unsere Schutzausrüstung (PSA) an und pausierten mit einem kleinen Snack, bevor wir uns zügig zum Einstig der Häntzschelstiege bewegten.

Die Aufregung einiger Mitglieder wurde immer größer.

Auf dem Weg dorthin kontrollierten Fritz und ich als Ersthelfer die Ersthelferbox. Dann ging es auch schon in die erste Etappe der Häntzschelstiege. Drei Meter freies Klettern, über Steigbügel zum ersten Band und weiter hinauf um wieder zurück zu queren.

Ein kurzer Blick nach Unten und die Knie wurden weich.

Der Einstieg ist für Kleinere ohne Unterstützung kaum machbar. Aber nach unserem Motto, die Gruppe ist nur so stark wie ihr schwächtes Glied, bewältigten die kleinen Kletterprofis diese Passage mit aktiver Unterstützung.

Unserer Größeren, unterstützten meisterhaft.

Am ersten Aussichtspunkt angekommen wollten wir uns mit der schönen Aussicht auf die Brosinnadel und dem Ambos belohnen, aber leider sahen wir nichts außer weißer Suppe (Nebel).

Schade.

Dies hielt uns trotzdem nicht davon ab unseren Weg weiter fortzusetzen. Es war soweit, wir standen vor der engen Spalte. Innen ein senkrechter Kamin in dem es weiter nach oben ging über viele Steigbügel und einer vier Meter langen Leiter mit einem kleinen Gitterrost am Ende. Jetzt galt es nur die Nerven zu behalten. Mit gut 20 Metern Luft unter den Füßen, mit Steigbügeln an der Wand entlang und zum Schluss umdrehen und 1m weit Übertreten zum Gipfel.
Nico, Lena und Leandra machten den Anfang. Louis, Chiara und ich gingen direkt hinterher, bauten Zwischensicherungen und Unterstützungsstellen.
Die zweite Gruppe von Marten und Jonas geführt, sind selbständig nach oben gestiegen. Niclas, Nando und David kam als letztes nach oben und brachten die Rucksäcke und Zwischensicherung für die Kleineren wieder mit.
Oben angekommen wurden wir mit derselben Aussicht belohnt, die uns schon eine Etage tiefer geboten wurde. Man konnte wirklich gar nichts sehen die Sichtweite betrug maximal 20 Meter.

Und selbst bei diesen widrigen Bedingungen überholten uns Wanderer ohne Schutzausrüstung und sahen selbst ein, dass sie keine guten Vorbilder sind. Wie voriges Jahr schon festgestellt, in meinen Augen sehr unreif und gefährlich. Um wieder auf einen Wanderpfad zu kommen, überkletterten wir mehrere kleine Gipfelköpfe mit herrlichem Blick ins Leere.
Trotz der schlechten Aussicht waren dieses Erlebnisse trotzdem für uns alle etwas Neues. Es wird ja nicht das letzte Mal sein, dass wir die Häntzschelstiege bezwingen.
Wie bei jeder Tour blieb es nicht aus das etwas verloren (Nicos Handschuh) oder kaputt geht und dieses Mal war David dran.

David wird sich wohl für die nächste Tour neue Schuhe kaufen müssen, da sich die Sohle selbstständig machen wollte.

Er musste die Etappe über das Lange Horn vorbei am Carolafelsen und den Abstieg durch die Wilde Hölle mit kaputten Schuhen antreten.
Zum Glück hatten wir nicht, wie im letzten Jahr, Schnee und Eis es wurde keine Rutschpartie bis zum Parkplatz. Bevor wir das letzte Stück in Angriff nahmen, machten wir noch eine kleine Pause, in der sich jeder noch einmal stärken konnte. Minisalami und Frühstücksfleisch lief am besten, dann ging es auch schon weiter. Das letzte Stück verlangte noch einmal von jedem Konzentration und Aufmerksamkeit, damit auf den letzten Metern auch alles glatt geht. Unten angekommen war es auch schon fast dunkel. Wir passierten noch eine Stelle, an der plötzlich auf 10 m Länge Schnee lag und fast jeder musste ihn anfassen. Unsere Tour endete mit einer ein- stündigen Nachtwanderung zum Parkplatz.

Mein Fazit dieser ersten Tour:
Ich bin stolz auf unsere Mitglieder, ob groß oder klein, stark oder schwach, Anfänger oder Fortgeschritten, jeder hat auf jeden Acht gegeben und Unterstützt, als es nötig war. Die Leistung unser Kleinsten war echt überragend, wenn man sich mal überlegt, dass sie in manchen Passagen gerade so an das Stahlseil kamen und die lange und schwierige Stiege mit Bravour beendet haben.

Berg Heil euer Robert

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